Im März… 

… gehen der Buäb und ich eine Spielgruppe anschauen (nachdem das mit der letzten unschön geendet hat…) und vielleicht dann auch eingewöhnen.

… bilde ich mich weiter zurück

… faste ich nicht, möchte mich aber schon noch etwas verkleinern (4 Kilo hab ich noch zu schmelzen) 

… fahren wie endlich wieder einmal und zum ersten Mal mit Bobbel ins zweite Daheim in den Bergen 

… hören wir Geschichten in der Bibliothek 

… gehen wir malen 

… und ein Chasperlitheater schauen 

… lernt Bobbel durchschlafen (haha) 

… und der Buäb auch wieder (hahahaha) 

… schlafen wir darum endlich wieder alle in einem Zimmer. Oder sogar die Kinder in einem und die Erwachsenen in einem andern? (dreams…)

… wird meine Mutter schon wieder operiert und danach hoffentlich wirklich gesund. 

(Idee von Frische Brise

Ein Loblied auf den modernen Mann. Also meinen. 

Bobbel ist 9 Wochen alt und es läuft. Es läuft gut, es läuft die Nase, es läuft immer was, es läuft manchmal über, das Herz. 

Aber ohne meinen Mann würde ich das alles gar nicht schaffen. Wirklich nicht. Wir wären hier schon verhungert (oder zumindest mangelernährt) und dank Schlafmangel wohl auch mit den Nerven am Ende. 

Aber mein Mann kommt meist am Mittag nach Hause und setzt sich nicht, wie mein Vater früher, an den gedeckten Tisch und bekommt eine warme Mahlzeit. Nein, in den ersten Wochen brachte er immer etwas zu essen mit oder kochte uns etwas. Unterdessen schaffe ich es meist, etwas zu kochen. Also was man bei mir als kochen bezeichnen kann. Danach hält er das Baby im Arm und bespasst den Buäb, damit ich mal in Ruhe wahlweise aufs Klo gehen, mir die Zehennägel schneiden oder mich einfach mal kurz irgendwo verstecken kann. 

Abends kommt er entweder direkt nach der Arbeit nach Hause oder geht noch einkaufen. Ausser ich habe den Einkauf online bestellt. Weil ehrlich: Einkaufen ohne Auto mit zwei Kindern mache ich schon regelmässig, aber erstens braucht es viel Nerven und zweitens reicht die Menge, die ich dann noch nach Hause schleppen kann, höchstens für einen Nachmittag. Dann kocht er wieder (oder ich, aber das möchte eigentlich niemand)  und kümmert sich um die Fragen, die der Buäb tagsüber hatte, die ich aber alle nicht beantworten konnte („das müssen wir Papa heute Abend fragen“ hundert Mal pro Tag. Hilft vielleicht nicht für ein gutes Frauenbild, aber der Mann weiss halt einfach alles). 

Nachts übernimmt er die erste Schicht mit Baby und schläft mit ihm im Spielzimmer, so dass der Buäb und ich im Schlafzimmer zu etwas Schlaf kommen. (Wir sind uns zum Glück einig, dass der Alltag mit Kind(ern) strenger ist als lohnarbeiten, also sehen wir keinen Grund, warum die lohnarbeitende Person durchschlafen dürfte. Also mit unseren Kindern und unseren Jobs ist das zumindest so.)

Freitags hat er frei, weil er nur 80% arbeitet. Ja, selbst gewählt. Dafür haben wir kein Auto, kein Haus, keinen Wäschetrockner und keine einheitliche Bettwäsche. Wir werden nie reich werden, aber wir werden das alles hier irgendwie schaffen, ohne kaputt zu gehen. Beide. 

„Du hast aber einen lieben Mann.“ Ja, das habe ich wirklich. Aber mit lieb hat das wohl wenig zu tun, dass er „mithilft“, wie man auch 2017 noch so schön sagt. 

Ich tendiere trotzdem  dazu, dem Mann ständig danke sagen zu wollen. Dann frage ich mich, ob ich das muss. Sagen Männer ihren Frauen danke? Trotzdem sage ich es. Weil ich es fühle. Dankbarkeit. Auch weil ich weiss und sehe, dass es andere gibt. Solche, die denken, sie hätten mit 8 Stunden Lohnarbeit ihr Tagessoll für die Familie erreicht. Ja, easy. Dann würde ich auch 100% lohnarbeiten wollen und stolz sein darauf, dass ich die Familie ernähre. Pfff. 

Zwei Kinder, ein Haushalt. Andere schaffen das mit links und mit Kuchen zum Zvieri. Selbstgemacht. Keine Fertigmischung. Ich aber nicht. Zumindest nicht jetzt, zwei Monate nach der Geburt und mit einem fordernden Buäb. Vielleicht, weil ich die Kinder selbst betreue, vielleicht, weil mir Ordnung und Sauberkeit so wichtig sind, vielleicht, weil ich eigentlich 8 Stunden Schlaf bräuchte, vielleicht… Vielleicht weil ich einfach nicht muss. Weil wir ein Team sind. 

Danke. 

(Das Loblied auf mich folgt dann vom Mann.)

Jahresrückblick 2016 (äm)

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?
privat war es eine 9, beruflich eine 9, gesundheitlich eine 4, zum schluss eine 10 = eine 8.

Zugenommen oder abgenommen? 
zuerst abgenommen (schwangerschaftsübelkeit), dann zugenommen (+8 kilo), dann alles wieder abgenommen = gleichstand.

Haare länger oder kürzer? 
kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
mental: weitsichtiger.

Mehr Geld oder weniger?
gleich viel.

Mehr ausgegeben oder weniger? 
gleich viel.

Der hirnrissigste Plan?
mutig war, zu denken, dass es wieder 3 jahre dauern würde, bis ich schwanger werde. hirnrissig aber auf keinen fall.

Die gefährlichste Unternehmung?
italienische autobahnfahrten vielleicht?

Die teuerste Anschaffung?
ein neues velo.

Das leckerste Essen?
essen war nicht so sehr mein thema 2016. also irgendwie schon, aber irgendwie auch wieder gar nicht. aber caramel war auf jeden fall ein grosser hit.

Das beeindruckendste  Buch? 
das leben ist gut von capus. ganz schön unaufgeregt und trotzdem eine wunderschöne liebesgeschichte. so eine, die ich auch gerne leben möchte.

Der ergreifendste Film? 
carol.

Die beste Serie?
downton abbey.

Die beste CD?
ich höre kaum musik, ich brauche ruhe. darum: keine cds im 2016. (ok, zum schluss fand ich heidi happy noch ganz okay.)

Das schönste Konzert?
ich war seit ewigkeiten auf keinem konzert mehr.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
dem buäb.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

dem buäb, dem bobbel und pe.

Vorherrschendes Gefühl 2016? 
irgendwas zwischen verzweiflung und auch das wird vergehen.

2016 zum ersten Mal getan?

self care.
eine geburt geplant. so richtig.
vielem auf den grund gegangen.

2016 nach langer Zeit wieder getan?

ein kind geboren.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
übelkeit.
migräne.
angst.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
einen vornamen (hat nicht geklappt).

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
der bobbel natürlich.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
der bobbel natürlich.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
kein satz, aber der erste schrei vom bobbel hat mir gesagt, dass alles gut ist.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 
„ich bin wirklich schwanger.“

Besseren Job oder schlechteren?
den gleichen.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
nix.

Mehr bewegt oder weniger? 
viel mehr, da dreimal pro woche auf dem velo.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
ohne chronische erkrankung(en): 3?

Davon war für dich die Schlimmste?
noro.

Dein Wort des Jahres?
resilienz.

Dein Unwort des Jahres?
narzissmus.

Dein Lieblingsblog des Jahres? 
mir fällt gerade auf, dass viele, die ich liebe, nicht oder nur noch selten bloggen.
ansonsten siehe meine blogroll.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr? 
gesundheit.

2016 war mit 1 Wort…?
ein zauber (nicht immer nur ein guter).

Bemerknisse aus dem Wochenbett Zuhause 

  • Ich habe es schon erwähnt: Obschon ich im Spital im Dreierzimmer war, war es so schön leise. Hier machen mir nur zwei Dinge zu schaffen. Und das eine ist der Geräuschpegel. Der Buäb quasselt ja eh ohne Unterbruch, der Mann schreit irgendwas aus der Küche, das mich momentan gerade überhaupt gar nicht interessiert und der Bobbel möchte auch etwas, was ich zuerst noch heraus finden muss. Wobei ich sagen muss, dass der Bobbel extrem zurückhaltend ist. Im Gegensatz zu den zwei anderen. Mein Hirn schreit: „Pause! RUHE!“ Schon klar, dass das alles noch lustiger wird hier. 
  • Das zweite, was nicht so toll ist: Babyweinen triggert immer noch ein bisschen. Wenn man sich bisher nur ein Schreitragehighneedwhateverbaby gewohnt ist, steckt das in den Knochen. 
  • Ansonsten alles Kitsch hier. 
  • Noch nie fand ich es so passend, wenn man sagt, dass man sich erst kennen lernen muss. Und wunderschön. 
  • Als ich mit dem Buäb zum ersten Mal alleine war, bin ich in Panik ausgebrochen. Dieses Mal habe ich mich sehr gefreut. (Siehe auch Punkt 1) 
  • Wir sind so entspannt. Kein Vergleich zu 2013.
  • Der Stubenwagen wurde nach einer Woche schon mehr gebraucht als mit dem Buäb nach einem halben Jahr. 
  • Ich gehöre definitiv zur Fraktion: Das Beistellbettchen ist viel zu weit weg.
  • Dieser Duft! 
  • Alle schimpfen über 2016. Und ich denke mir: Diese neue Leben, diese Hoffnungen, die hier gerade geboren werden, denen müssen wir gut schauen. Alles wird gut.

Bemerknisse aus dem (Spital)Wochenbett 

  • Pünktlich zu meinem zweiten Kaiserschnitt (primäre Resectio nach sekundärer Sectio genannt) erschien auf dem Mamablog ein Artikel, der mich zum Dauernicken brachte. Hier. Lesen!
  • Die Vormittage verbringen wir drei Frauen im Zimmer damit, unsere Babys anzuschauen. Mehr nicht. 
  • Die Entscheidung, in ein anderes Spital zu gehen als beim Buäb, war goldrichtig. Der Unterschied: Respekt, Selbstbestimmung, keine Wertung bei Entscheidungen, Fragen vor dem Anfassen, Neins akzeptieren. 
  • Schüsslersalze kann man nehmen bei Blähungen. Man kann aber auch einfach Wasser trinken. 
  • Es spielt eine Rolle, ob man zwei oder fünf Stunden pro Nacht schläft. 
  • Fünf Stunden reichen allerdings auch nicht wirklich. Also mir nicht. 
  • Ich habe tagelang ein homöopathisches Medikament genommen, ohne zu wissen, dass es homöopathisch ist. Habe mich gewundert. Im Voraus warum es nicht wirkt und im Nachhinein wieso man so etwas an einem kantonalen Spital überhaupt jemandem verabreicht. 
  • Nerviger als Assistenzärztinnen sind für Pflegefachfrauen Oberärztinnen. Wieder einmal der Gedanke: Die Pflegefachfrauen (inkl. Hebammen) haben das Wissen, die anderen den passenden Lohn dazu. 
  • Die Frage ist ja: Darf man im Stillzimmer auch die Flasche geben? 
  • Aggressives Verhalten, gesteigerter Sexualtrieb, ungewöhnlich starker Spieldrang, zwanghafte Verhaltensweisen. Alles Nebenwirkungen, die schon aufgetreten sind bei einem Medikament, das ich nehmen musste. Blieb zum Glück alles aus. Wäre irgendwie alles auch ein bisschen unpraktisch gewesen. 
  • Visite. Oder: Wie peinlich spielt sich die Chefärztin heute wieder auf? Und welcher Assistenzarzt kann besser mit den Augen rollen? (Ja, ich finde die Hierarchien in Spitälern eher schwierig.)
  • Diese Ruhe! (… und der Schock, wenn man wieder Zuhause ist beim wilden Dreijährigen.)
  • Man kann beim kostenlosen Fotoshooting sagen, dass es nicht kitschig sein soll und bitte ohne Plüschtiere. Es wird dann doch wahnsinnig peinlich. 
  • Das ist wirklich mein Baby! ❤

12.12.2016 – Bobbel ist da. <3

Gestern, am 12.12.2016, ist unser zweites Kind, unser zweiter Sohn auf die Welt gekommen. Wir sind überglücklich und dankbar. Und sehr verliebt. 

Vor der Geburt meinte ich noch zum Mann, dass es mich am meisten überraschen würde, wenn das Kind blond sei. Und siehe da: wir bekommen tatsächlich ein blondes Kind. Mit richtig viel Haar. Also für unsere Verhältnisse. 

3460 g (von der Hebamme im Voraus nur mit Abtasten auf das Gramm richtig geschätzt), 49 cm. So klein und leicht. Also auch für unsere Verhältnisse. 

Die Geburt war ein geplanter und gewünschter Kaiserschnitt. Alles lief genau so, wie wir es uns gewünscht hatten. Eine sehr liebevolle, selbstbestimmte und sanfte Geburt. Mein Mann war die ganze Zeit bei mir, hat mich gestreichelt und mir schöne Dinge gesagt. Auch andere Menschen, die ich vorher nicht kannte, waren da, haben mich medizinisch, aber auch seelisch unterstützt. Bobbel war sofort bei mir und blieb bei mir. 

Der erste Schrei lässt mich hemungslos weinen vor Glück. 

Ich habe eine neue Narbe bekommen, weil die alte „nicht perfekt“ war. Eine Bauchstraffung inklusive sozusagen. 

Der Buäb fand das ganze nicht sonderlich interessant. Viel spannender war die Infusion von Mama. Und natürlich das Geschenk, das Bobbel mitgebracht hatte. Ein Riesenerfolg, so eine Rakete von Playmobil. Keine Ahnung, wo Bobbel das auch noch versteckt hatte und ob sie vor oder nach der Plazenta geboren wurde. 

Wir sind vier. Wir sind so dankbar. 

(Ich hatte mir immer zwei Jungs gewünscht und freue mich sehr auf dieses Abenteuer!)